Brustzentrum

Unser Institut ist Kooperationspartner des von der Ärztekammer zertifizierten Brustzentrums („Brustzentrum Dortmund II“, Leitung PD Dr. G. Kunz) am St. Johannes-Hospital in Dortmund (www.joho-dortmund.de). Für mehr als 250 Patientinnen, die jährlich erstmalig im Zentrum an Brustkrebs operiert werden, leisten wir die pathologisch-anatomische Diagnostik als wichtigste Basis für die weitere Therapie.

Der Pathologe im Brustzentrum - Dreh- und Angelpunkt der definitiven Tumordiagnose!

Das bei der ersten Stanzbiopsie und im Rahmen der weiteren operativen Behandlung entnommene Gewebe wird durch den Pathologen nach entsprechender Aufbereitung unter dem Mikroskop untersucht. Erst dadurch wird die endgültige Diagnose Krebs gestellt und nach Anwendung weiterer aufwändiger Verfahren die Art des Krebses und besonders auch der Gehalt an Rezeptoren für die Hormone Östrogen und Progesteron sowie für Her2-neu bestimmt.

An den Operationspräparaten sind zum Teil im sog. Schnellschnittverfahren, das heißt während der laufenden Operation, Tumorgröße und Abstände des Tumors zu den Schnitträndern oder auch der oder die Wächterlymphknoten zu untersuchen, um dem Operateur noch während der Operation Entscheidungshilfen für das weitere Vorgehen an die Hand zu geben. Art und Ausdehnung des Tumors, besonders auch in den Lymphknoten der Achselhöhle, sind wichtige Kriterien für die Entscheidung zur weitergehenden Strahlen- und/oder Chemotherapie.

Das weitere Verfahren mit Aufbereitung des Gewebes, Herstellung und Färbung von etwa 3µm (drei tausendstel mm) dünnen Schnittpräparaten, Betrachtung unter dem Mikroskop und Erstellung des Befundberichtes dauert üblicherweise einen Tag, bei speziellen Untersuchungen und in besonderen Fällen auch mehrere Tage.
Um ein Höchstmaß an Sicherheit für unsere Diagnostik zu gewährleisten, wird in der Regel bei jeder Erstdiagnose eines Mammakarzinoms eine Doppelbefundung angestrebt, d. h. mindestens zwei Fachärzte für Pathologie sind an der Diagnosestellung beteiligt. Zusätzlich nehmen wir regelmäßig an Qualitätszirkeln, speziell auch für Mammadiagnostik, teil und sind nicht nur im Rahmen des kooperativen Brustzentrums zertifiziert, sondern unser Institut ist in allen Bereichen akkrediert, das heißt auch unsere diagnostische Tätigkeit wird durch externe Gutachter überprüft.

Als Fachärzte für Pathologie arbeiten wir im Hintergrund und liefern den klinischen Kolleg(inn)en wesentliche Daten zur optimalen Therapie. Sollten Sie Fragen an uns haben, so werden wir Ihnen diese gern beantworten.

Tumorbank

Für die Stiftung PATH („Patienten-Tumorbank der Hoffnung“) mit Sitz in München (www.stiftungpath.org) entnehmen wir - sofern die Patientin dies wünscht - gezielt geeignetes Gewebe aus dem Tumor und tumorfreien Anteilen zur Aufbewahrung in einer Tiefkühltruhe bei -80°C. Dies geschieht im Rahmen des Schnellschnittverfahrens nach den für die Therapie notwendigen Untersuchungen. Das Gewebe steht dann für spätere Testverfahren bei möglicherweise neu entwickelten Therapieoptionen zur Verfügung.

Dr. August Dykgers
Dr. Claus Langwieder
Dr. Martin Rees
Pathologisches Institut

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